NRW-Staatssekretärin besucht Evangelische Beratungsstelle Duisburg / Moers

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(v.l.): Iris Jares, Diplom-Sozialarbeiterin, Fachberaterin Schwangerschafts(konflikt)- beratung und stellvertretende Leiterin, Ferdinand Isigkeit, Superintendent des Kirchenkreises Moers, Ulrike Stender, Leiterin der
Beratungsstelle, Edwin Jabs, Leiter der Ev. Hauptstelle für Familien- und Lebensfragen, Düsseldorf, Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI), Barbara Montag, Geschäftsbereichsleiterin im Diakonischen Werk Rheinland und
Pfarrer Harald Bredt, Stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Ev. Beratungsstelle Duisburg / Moers.
Aufschlussreich und informativ sei das Gespräch gewesen, stellte Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI), nach dem Besuch der Evangelischen Beratungsstelle Duisburg / Moers am 22. Januar in Duisburg Hamborn fest. Beraterinnen berichteten über die Praxis der Schwangerschaftskonflikt- und Schwangerenberatung und beschrieben den Arbeitsalltag ihrer Einrichtung, die in Duisburg und in Moers Anlaufstelle für viele Hilfesuchende ist.

Der Anteil der Rat suchenden Schwangeren, die nicht erwerbstätig sind, sondern von staatlicher Unterstützung, besonders von ALG II, leben müssen, hat besonders in den letzten drei Jahren stark zugenommen. Der hohe Beratungsanteil bezüglich finanzieller Hilfen deutet auf die zunehmend größer werdende wirtschaftliche Not der Familien. Frauen, Paare und Familien aus 49 verschiedenen Nationen suchten die Beratungsstellen auf. Wenn die Deutschkenntnisse der Ratsuchenden oder auch die Fremdsprachenkenntnisse der Beraterinnen nicht ausreichen, muss auch mit Übersetzungshilfe gearbeitet werden. In ergebnisoffenen Gesprächen unterstützen die Beraterinnen die Frauen darin, eine lebbare Entscheidung für sich treffen zu können. „Mit der Frau, nicht gegen sie“; dies ist die Haltung der 24 Stellen für Schwangerschaftskonflikt- und Schwangerenberatung der Evangelischen Kirche im Rheinland.

In der besuchten Einrichtung ist die Schwangerschafts(konflikt)beratung und Erziehungs-, Familien-, Ehe- und Lebensberatung an den beiden Standorten Duisburg und Moers „unter einem Dach“ angesiedelt. Im Gespräch mit der Staatssekretärin erläuterte die Leiterin, Dipl. Psychologin Ulrike Stender, die Chancen einer integrierten Beratungsstelle. Möglichkeiten ergäben sich insbesondere durch die Früherkennung von Risikofaktoren für die kindliche Entwicklung und frühe Beratungshilfen schon während der Schwangerschaft, aber auch durch Angebote zur Prävention wie die Erziehungs- und Familienberatung vor Ort in Familienzentren.

Die Idee zum Besuch entstand beim Deutschen Evangelischen Kirchentag im Sommer 2007, als die Staatssekretärin den Informationsstand der Evangelischen Schwangerschaftskonflikt- und Schwangerenberatungsstellen im Rheinland besuchte, dem eine Einladung der zuständigen Geschäftsbereichsleiterin des Diakonischen Werkes Rheinland, Frau Barbara Montag, folgte. Die Wahl fiel auf die Ev. Beratungsstelle Duisburg / Moers, in der Schwangerschafts(konflikt)beratung „unter einem Dach“ mit Erziehungs-, Familien-, Ehe- und Lebensberatung angeboten wird. Träger der Einrichtung sind die Evangelischen Kirchenkreise Duisburg und Moers.

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